Secondary menu

Spendenaufruf 2008

Schritte zur konkreten Utopie einer friedlichen Welt „Ferienpatenschaften“ für Kinder und junge Menschen aus den Kriegsgebieten des ehemaligen Jugoslawien und des Nahen Osten

Liebe Unterstützer und Förderinnen des Projektes „Ferien vom Krieg“, sehr geehrte Damen und Herren, bei der Aktion „Ferien vom Krieg“ begegneten sich seit 1994 etwa 20.000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene aus den Krisen- und Kriegsgebieten des Balkans bzw. des Nahen Ostens zu gemeinsamen Freizeiten. (Im Anhang ist der Aufruf mit Fotos im pdf-Format) Die besonderen Konfliktursachen in den Kampfgebieten unterscheiden sich jeweils, doch die Eskalation der Gewaltspirale, die Verrohung des Umgangs im privaten und gesellschaftlichen Bereich sowie die Leidensgeschichten von Angst, Demütigungen, Sadismus und Verbrechen an nächsten Angehörigen sind sich ähnlich. In angenehmer Umgebung treffen die Jugendlichen Gleichaltrige von der „anderen Seite", die ähnliche Erschütterungen erleben mussten. Manchmal können sie ihre eigene Lebensgeschichte erst im Spiegel der Biografien der angeblichen Feinde begreifen. Manche Schicksale gleichen sich bis in die grausamen Einzelheiten. * Wir wollen im Sommer 2008 dreihundert Jugendliche aus allen Teilen Bosniens, aus Kroatien und Serbien zu drei gemeinsamen Freizeiten und friedenspädagogischen Workshops ans Mittelmeer einladen. Das ist eine Gruppe weniger als in den vergangenen Jahren. Mit dem ersparten Geld wollen wir die Kontakte der Jugendlichen aus den Vorjahren unterstützen, die sich über die Grenzen hinweg wechselseitig einladen und gemeinsame Aktivitäten planen. * Wir hoffen, dass es uns auch gelingt, zwei Gruppen albanische und serbische Jugendliche aus dem Kosovo bzw. Südserbien zu gemeinsamen Ferien nach Montenegro einzuladen. * Auf Ferienspiele im Sommer können sich wieder ca. 200 Kinder in Palästina freuen. * Da sich die jungen Menschen aus Israel und Palästina (Westbank) nur im Ausland treffen können, selbst wenn sie in Nachbargemeinden leben, sind diese Begegnungen mit Flugkosten verbunden und entsprechend teuer. Wir wollen im Sommer 2008, bei hoffentlich gleichbleibender Spendenbereitschaft, ca. 180 junge Menschen aus dem Nahen Osten nach Deutschland einladen, darunter wieder eine Frauengruppe. Bitte unterstützen Sie diese beispielhafte friedenspolitische Praxis und übernehmen Sie eine „Ferienpatenschaft" von 130 € (siehe letzte Seite). Vielen Dank und freundliche Grüße! Frankfurt / Köln, den 20. März 2008 Theo Christiansen (Komitee-Vorstand) Helga Dieter (Beauftragte „Ferien vom Krieg") Martin Singe (Finanzbeauftragter des Komitees) Beauftragte für die Aktion „Ferien vom Krieg" :Helga Dieter, Flussgasse 8, 60486 Frankfurt/M. Tel. 069-7892525, Fax 069-78803666 E-Mail: ubihedi@t-online.de www.ferien-vom-krieg.de Die Freizeiten im Sommer 2008 Die Situation im ehemaligen Jugoslawien ist für die meisten Jugendlichen noch durch die Kriegsfolgen bestimmt: Zerstörungen, wirtschaftliche Not, Arbeitslosigkeit, Minenfelder und Perspektivlosigkeit. Viele würden auswandern, wenn sie könnten. Darüber lastet ein bleiernes Schweigen über die jüngste Vergangenheit und die Angst, dass die Abspaltung des Kosovo eine Lawine von ethnischen Sezessionen auslösen könnte. Auch wenn wir diese Probleme bei den „Ferien vom Krieg" nicht lösen können, so betonen alle TeilnehmerInnen der Begegnungen immer wieder, wie wichtig es ist, darüber sprechen zu können und die Perspektive der „Anderen" kennenzulernen. Dazu wollen wir im Sommer 2008 wieder ca. 300 - 400 Jugendlichen von Kroatien bis in den Kosovo Gelegenheit geben. * „Ich bin 18 Jahre alt, aber ich habe keine Vorstellung in meinem Kopf, und es ist mir unangenehm, weil ich nicht weiß, was geschehen ist. Ich möchte, dass mir jemand alles erzählt." (Ana aus Vukovar/ Kroatien) * „Als ich bei der Freizeit mit einem Freund aus Serbien sprach, sagte ich, dass ich aus Srebrenica bin, aber der Name bedeutete ihm nichts. Ich erzählte ihm meine Geschichte, und er meinte, dass er sich dafür schämt, was in seinem Namen getan wurde." (Malik aus Tuzla/Bosnien) * „Die internationale Gemeinschaft hält einen gewissermaßen labilen Frieden aufrecht. Ich denke, wenn eine Krise ausbricht, wäre sofort wieder Krieg. Wenn ich an die Jugend denke, sie schließen die Schule ab, aber danach ist Schluss. Ich glaube, dass bei uns 20% eine Arbeit finden, kranken- und sozialversichert sind, 80% bleiben außen vor. (Ramiz aus Dubrave/ Bosnien). * „Eine Menge Jugendlicher aus dem Kosovo glaubt, dass der einzige Weg in eine bessere Zukunft die Auswanderung ist. Aber ich denke das nicht." (Edon aus dem Kosovo) Ferienspiele für palästinensische Kinder in Nablus, die seit Jahren unter Hunger und Bombenterror leiden, sollen auch 2008 wieder finanziert werden. Wir hoffen, dass das Geld die Adressaten rechtzeitig erreicht, denn letztes Jahr wurde die Überweisung an eine humanitäre Jugendorganisation wegen „Terrorismusverdacht" von den US-Behörden monatelang konfisziert. Die erste Begegnung zwischen 40 Frauen aus Israel und Palästina war letzten Sommer ein großer Erfolg. Deshalb soll 2008 wieder ein Frauenseminar stattfinden. * „In meiner Gruppe nahm ich sehr stark wahr, dass jede Frau in der Lage war, Frauen der „anderen Seite" zu sehen und ihnen zuzuhören. Beide Seiten konnten gleichzeitig ängstlich, verletzt und verzweifelt sein, was nicht selbstverständlich ist. Zwei Wochen lang lebten wir in einem Mikrokosmos. Wir hatten eine Ahnung davon, wie ein andersartiges Leben sein könnte. Die meisten Frauen waren traurig beim Abschied von diesem Ort, und sie sehnen sich nach einer Zeit, in der sie sich wiedersehen können, in ihren eigenen Ländern. (Gili aus Israel) Darüber hinaus sollen wieder 140 junge Erwachsene aus Israel und Palästina in gemischten Gruppen zwei gemeinsame Wochen in Deutschland verbringen. Letzten Sommer schlossen die Seminare mit „Friedensverhandlungen von unten" ab. * „Nun stellen wir die Ergebnisse vor, Lösungen des Konflikts. Aber das wichtige, einzigartige Ziel hier an diesem Ort sind die Gespräche - nicht die Lösungen, die haben wir bis zum letzten Tag aufgeschoben. Warum? Du kannst große Worte benutzen, mit großen Ideologien – und verstehst nichts. ‚Was ist unter Deiner Jacke und unter Deinen Worten?' So haben wir angefangen – ohne uns auf Lösungen zu fixieren. Das war wichtig für mich." (Palästinensischer „Delegierter"). * „Ich denke, es war für jeden von uns ein Gegensatz zu dem, was man im Fernsehen sieht, oder was ich in meiner Zeit als Soldat gesehen habe. Es sind nicht nur zwei Nationen: Israel und Palästina, die sich gegenüber stehen, es sind Menschen. Menschen können sprechen, Nationen nicht. Das war sehr wichtig für jede Seite." (Israelischer „Delegierter"). Alle Zitate stammen aus der Broschüre „Ferien vom Krieg im Sommer 2007", die bestellt werden kann. ORGANISATORISCHE HINWEISE * Bitte erleichtern Sie uns die Arbeit. Schicken Sie einen Scheck (je Patenschaft 130 Euro) oder den Überweisungsbeleg mit dem unteren Abschnitt an: Helga Dieter, Flussgasse 8, 60489 Frankfurt, Tel. 069-7892525, Fax 069-78803666, e-mail: ubihedi@t-online.de * Da die Banken nur die Namen angeben, tragen Sie bitte bei der Überweisung Ihre Adresse unter „Verwendungszweck" ein. Der Vermerk „Ferien vom Krieg" ist überflüssig, da es sich um ein Sonderkonto handelt. Ohne Ihre Adresse unter „Verwendungszweck" ist es für uns oft unmöglich, die Herkunft der Spende festzustellen! Dies gilt insbesondere für elektronische Überweisungen! Komitee für Grundrechte und Demokratie Nr. 8013055 bei Volksbank Odenwald BLZ 508 635 13 * Die Spendenquittung für das Finanzamt erhalten Sie zu Beginn des nächsten Jahres. * Weitere Spendenaufrufe können Sie bei Helga Dieter kostenlos bestellen. * Die farbig bebilderte Broschüre „Ferien vom Krieg – Sommer 2007" können Sie für 5 € gegen Vorkasse bestellen. (5 Stck. 15 €, 10 Stck. 25 €, Set mit 5 Broschüren der Vorjahre 15 €) * Für Sammlungen, Benefizveranstaltungen u.ä. gibt es – außer den Broschüren - auch weiteres Informationsmaterial: 5 Fototafeln (Farbkopien A3) kosten 10 €, 1 DVD oder Videofilm „Ferien vom Krieg" kostet 10 € (alles incl. Porto). * Wir haben uns bemüht, die Namen der SpenderInnen auf das Sonderkonto mit dem allgemeinen Verteiler des Komitees abzugleichen. Falls Sie diesen Brief dennoch zweimal erhalten sollten, bitten wir Sie, ihn im Freundeskreis weiterzugeben, um neue UnterstützerInnen zu werben. * Falls wir Ihre Nachfragen oder Wünsche einmal nicht gleich oder nicht zufriedenstellend bearbeiten, so haben Sie bitte Nachsehen mit uns, denn das Team der „Ferien vom Krieg" arbeitet ehrenamtlich. Wie in den Vorjahren beträgt eine „Ferienpatenschaft" 130 Euro An Helga Dieter, Flussgasse 8, D 60489 Frankfurt Ich spende___________Euro für die Aktion „Ferien vom Krieg" Ein Verrechnungsscheck bzw. eine Kopie der Überweisung ist beigefügt. Name___________________________Straße__________________ PLZ Ort_________________________Unterschrift________________ Bitte vollständige Adresse angeben. (Die Spendenquittung für das Finanzamt kommt Anfang 2009) ( ) Ich wünsche einen persönlichen Kontakt zu einem Jugendlichen

AnhangGröße
PDF icon FvKspendenaufruf.pdf962.26 KB