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Wolf-Dieter Narr wird 70.

Wolf-Dieter Narr, einer der Gründer des Komitees für Grundrechte und Demokratie, Politikwissenschaftler und Anwalt der Menschenrechte, wird am 13. März 2007 70 Jahre alt.

"Seid immer fähig, bis ins Tiefste,
jede Ungerechtigkeit zu empfinden,
die auf der Welt irgendjemandem angetan wird.
Das ist die schönste Eigenschaft eines Revolutionärs."
Ernesto Guevara, genannt Che

Wolf-Dieter Narr, einer der Gründer des Komitees für Grundrechte und Demokratie, Politikwissenschaftler und Anwalt der Menschenrechte, wird am 13. März 2007 70 Jahre alt. Mit seinem intellektuellen Schwergewicht, seinem unbeirrbaren Eintreten für Demokratie und Menschenrechte, aber auch durch seine, das Herz wärmende Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit hat er das Grundrechtekomitee in all seinen Formen und Äußerungen von Beginn an geprägt.

Wolf-Dieter Narr wurde am 13.3.1937 in Schwenningen am Neckar geboren. Nach Studien in Würzburg, Tübingen und Erlangen promovierte und habilitierte er in Konstanz. Von 1971 an wirkte er als Professor für empirische Theorie der Politik am Otto-Suhr-Institut (OSI) der Freien Universität Berlin. Viele seiner Publikationen sind im Kontext des Komitees für Grundrechte und Demokratie entstanden und veröffentlicht worden. Zentrale Themen sind Demokratie- und Verfassungsfragen, Grund- und Menschenrechte, Globalisierung/Weltökonomie, Pazifismus/Friedensbewegung, Asylrecht/Migration, Gesundheitssystem, Strafrecht und Strafvollzug.

Anlässlich des Geburtstags lädt das Komitee für Grundrechte und Demokratie zu einer Tagung am 17. März 2007 in Berlin ein, um Gegenwart und Zukunft einer Menschenrechtspolitik mit ihm zu reflektieren.
Stellt man Menschen und ihre Rechte in das Zentrum von Analyse und Politik, folgt daraus eine radikale Kritik gegenwärtiger Verhältnisse. Dies ist aktuell so dringlich wie zugleich unpopulär, weil im Sinne der herrschenden Interessen die Menschenrechte funktionalisiert und im Sprachgebrauch relativiert werden. Menschenrechtspolitik muss jedoch radikal, kompromisslos und alles vermeintlich Vorgegebene in Frage stellend sein - oder sie verdient diesen Namen nicht.
Wie kaum ein anderer hat Wolf-Dieter Narr über Jahrzehnte für diese materialistisch verstandenen Menschenrechte gekämpft, sie theoretisch begründet und in erforderliche praktische Kritik umgesetzt.

Wir danken Wolf-Dieter Narr für sein unablässiges und streitbares Engagement und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit.

gez. Elke Steven