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Aktion "Ferien vom Krieg" 2006

Im dreizehnten Jahr lädt das "Komitee für Grundrechte und Demokratie" junge Menschen aus dem ehemaligen Jugoslawien und dem Nahen Osten zu Dialogseminaren und gemeinsamen Ferien mit ihren angeblichen Feinden ein.

weitere Informationen unter: www.ferien-vom-krieg.de

Im dreizehnten Jahr lädt das "Komitee für Grundrechte und Demokratie" junge Menschen aus dem ehemaligen Jugoslawien und dem Nahen Osten zu Dialogseminaren und gemeinsamen Ferien mit ihren angeblichen Feinden ein.

400 bosniakische, kroatische und serbische Jugendliche begegnen sich in den nächsten Wochen in Neum am Mittelmeer, um zusammen bei friedenspädagogischen Workshops gemeinsame Perspektiven zu entwickeln und miteinander Spaß zu haben. Das ist immer noch ein außergewöhnliches Unterfangen. In Kosova/o sind die Verhältnisse auch gegenwärtig noch sehr schwierig, denn die Feindseligkeiten flammen immer wieder auf. In den meisten Regionen kommen Kinder und Jugendliche der serbischen Minderheit kaum aus ihren Enklaven heraus. Begegnungen zwischen AlbanerInnen und SerbinInnen sind nach wie vor die Ausnahme. Kaum einer anderen Organisation ist es bisher gelungen, dass Angehörige beider Bevölkerungsgruppen gemeinsam unter einem Dach leben und die wechselseitige Perspektive kennen lernen wollen.

Zur Zeit eskaliert die Situation im Nahen Osten wie seit langem nicht.
Die Dialogseminare für junge Israeli und Palästinenser wurden seit langem vorbereitet, das erste soll in wenigen Tagen beginnen. Die Visa der ersten beiden Gruppen aus Palästina sind ausgestellt. Der Koordinator hat die 45 Pässe gestern bei der deutschen Vertretung in Ramallah abgeholt. Heute wäre das nicht mehr möglich, weil die israelische Armee in Ramallah die Hälfte der palästinensischen Regierung und 67 gewählte Parlamentarier festgenommen hat und die Stadt gesperrt ist.
Soeben rief unsere Koordinatorin der Gruppe aus Israel aufgeregt an. Sie sei gestern in Ashkelon an der Grenze zu Gaza gewesen und habe gehört, wie die Bomben im Minutentakt detonierten. Diese Revanche ihrer Regierung für die Ermordung eines israelischen Siedlers und die Entführung eines Soldaten sei völlig unverhältnismäßig und völkerrechtswidrig.

Auch in den Vorjahren gab es äußerst angespannte Situationen, doch die jungen Israeli und Palästinenser hielten dennoch an ihren Bemühungen um eine Verständigung fest, selbst wenn sie in ihrer jeweiligen Umgebung der "Kollaboration mit dem Feind" verdächtigt wurden und soziale Sanktionen zu befürchten hatten, einige wurden sogar physisch bedroht.

Mit ca. 600 TeilnehmerInnen aus Israel und Palästina (Westbank) sind die "Ferien vom Krieg" eines der größten Aussöhnungsprojekt im Nahen Osten. Für den Sommer 2006 sind weitere 157 TeinehmerInnen eingeladen und deren Flüge bereits aus Spendenmitteln bezahlt worden. Wir hoffen, dass die beiden palästinensischen Gruppen im Juli und eine weitere in der zweiten Augusthälfte die checkpoints der israelischen Armee und die Grenze zu Jordanien passieren können.
Allerdings sind wir angesichts der gegenwärtigen politischen Ereignisse in großer Sorge, dass die Bemühungen um Aussöhnung zum Scheitern verurteilt sein könnten.

Wir möchten Sie bitten, über das einmalige Projekt "Ferien vom Krieg" zu berichten, an dem bisher 18 667 junge Menschen aus Krisen- und Kriegsgebieten teilgenommen haben und im Sommer 2006 weitere 700 eingeladen sind. Die Aktion wird ausschließlich aus Spenden finanziert.

Gerne schicken wir Ihnen weiteres Informationsmaterial zu. (Bebilderte 80-seitige Broschüren, eine DVD, Spendenaufrufe u.a.)

Die Gruppen auf dem Balkan (Bosnien und Montenegro) können bis Ende August besucht werden.

Mit den TeilnehmerInnen aus Israel und Palästina können Sie sprechen: mit der ersten Gruppe am 13. Juli im Rhein-Main-Gebiet; mit der zweiten Gruppe am 21. Juli bei Köln ; mit der dritten Gruppe am 24. Aug. bei Köln.

(Einige TeilnehmerInnen aus Palästina wollen, aus nachvollziehbaren Gründen, nicht fotografiert oder gefilmt werden. Wir bitten dies zu respektieren.)

Mit freundlichen Grüßen
Helga Dieter
Flussgasse 8, D 60489 Frankfurt
Tel. 069-7892525, Fax 069-78803666, mobil 0172-693 2525
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