26. Mai 2021
10:30 - 13:00


Online: Präsentation des Grundrechte-Reports 2021: Ungleiche (Un-)Freiheiten in der Pandemie


Der neue Grundrechtereport erscheint! Einladung zur Onlinepräsentation. Die Präsentation kann online live verfolgt werden, die Veranstaltung wird zudem aufgezeichnet.

Zum Livestream des Online-Events geht es hier entlang: https://www.fiff.de/veranstaltungen/grundrechtereport2021

Das beherrschende Thema seit 2020 ist ohne Zweifel die Corona-Pandemie, was sich nun auch im neuen Grundrechte- Report widerspiegelt: Mitunter fundamentale Einschränkungen stellen die Gesellschaft vor ethische, soziale, juristische und politische Herausforderungen. Doch nicht nur die vieldiskutierten Maßnahmen wie „Shutdowns“, Ausgangssperren und Maskenpflicht waren Basis für empfindliche Eingriffe in verschiedene Grundrechte. Der Grundrechte-Report schaut auch auf die Folgen der sich angesichts dieser Krise zuspitzendenprekären Lebensverhältnisse.

Vorgestellt wird der Report von Prof. Dr. Naika Foroutan. Sie ist Professorin für Integrationsforschung und Gesellschaftspolitik, Direktorin des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM) und des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) an der Humboldt-Universität zu Berlin. Naika Foroutan arbeitet zu den Themen Migration und Integration, Islam- und Muslimbilder in Deutschland, Identität und Hybridität, politischer Islam und gesellschaftliche Transformation von Einwanderungsländern.

Mohammed Chahrour berichtet bei der Pressekonferenz von der Initiative „Kein Generalverdacht“, die sich gegen die Kriminalisierung und rassistische Stigmatisierung von ethnischen Minderheiten durch Polizeirazzien in Berlin-Neukölln engagiert. Mit dem vorverurteilenden Konzept der Clankriminalität ziehen Polizei und Sicherheitsbehörden ethnische Merkmale zur Strafverfolgung heran und verletzen so Grund- und Menschenrechte.

Außerdem wird Kawe Fatehi davon berichten, wie sich die Pandemie in der Sammelunterkunft für Geflüchtete auswirkte. Er stammt aus Kurdistan und musste aus politischen Gründen aus dem Iran fliehen. Er kam 2019 nach Deutschland, um Asyl zu beantragen und wurde verpflichtet, in der Zentralen Aufnahmestelle für Asylbewerber (ZASt) in Halberstadt (Sachsen-Anhalt) zu wohnen. Dort lebte er für 13 Monate. Während dieser Zeit wurde die ZASt für mehrere Wochen wegen eines Corona-Ausbruchs unter haftähnliche Kollektivquarantäne gestellt.

Die Mitherausgeberin des Grundrechte-Reports Sarah Lincoln, Juristin bei der Gesellschaft für Freiheitsrechte, wird die Präsentation moderieren.