20. Aug 2021
19:00 - 21:00
In Klärung

Betroffenenperspektiven - Von Polizeischikanen und Stigmatisierung


Dies ist die zweite Veranstaltung unserer Reihe Von Polizeischikanen und Stigmatisierung – Die verheerenden Folgen des rassistischen Konstrukts der sogenannten „Clankriminalität“. In dieser Veranstaltung wollen wir den Betroffenen - und damit den eigentlichen Expert*innen - und ihren Perspektiven Raum geben. Dabei werden Menschen aus Berlin und aus dem Ruhrgebiet zu Wort kommen.

Gäste: Werden noch bekannt gegeben
Moderation: Biplap Basu (KOP)

Ort: noch in Klärung
Wir werden einen Livestream anbieten, falls dies für die Gäste in Ordnung ist.

Link zur Veranstaltung auf Facebook

Seit Mitte 2020 wird durch die weltweiten Black Lives Matter Proteste auch in Deutschland vermehrt über Polizeigewalt und institutionell rassistische Polizeipraktiken gesprochen. Insbesondere Racial Profiling und rassistische Polizeigewalt stehen – zurecht! – im Zentrum der Debatten. Ein weiteres Phänomen von institutionellem Rassismus kommt in den Debatten bisher allerdings zu kurz, obwohl auch dieses für die Betroffenen massive Konsequenzen hat: das Konzept der sogenannten „Clankriminalität“.

In den Boulevardmedien sind Berichte über sogenannte „Clankrimininalität“ fast zu einem eigenen Genre geworden und kurbeln die Verkaufszahlen an. Innenpolitiker, insbesondere von CDU und SPD überbieten sich diesbezüglich in Starker-Staat-Rhetorik und machen mit dem Thema Wahlkampf. Die Polizeibehörden ziehen mit: Mittlerweile bringen mehrere Länderpolizeien und das BKA jährliche sogenannte „Lagebilder Clankriminalität“ heraus. Dass damit die Ethnisierung von Kriminalität betrieben wird und dies stigmatisierenden, rassistischen Vorurteilen Vorschub leistet, steht bisher allerdings kaum in der Kritik. Insbesondere diejenigen, die von den staatlichen Maßnahmen betroffen sind, bleiben in den Debatten ungefragt und ungehört.

Mit dieser Veranstaltungsreihe wollen wir diesen stigmatisierenden Diskurs kritisch beleuchten. Wir wollen die Darstellungen in Politik, Medien und Gesellschaft
analysieren und aufzeigen, wie hier für ganze Bevölkerungsgruppen der allgemeine Gleichbehandlungsgrundsatz ebenso missachtet wird, wie grundlegende rechtsstaatliche Prinzipien. Dabei ist es uns besonders wichtig, auch Betroffene und damit die eigentlichen Expert*innen zu Wort kommen zu lassen. Wir laden dazu ein, mit uns zuzuhören, zu hinterfragen und in Austausch zu treten.

Diese Veranstaltungsreihe ist eine Kooperation der Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt (KOP), des Komitees für Grundrechte und Demokratie e.V. und der Initiative „Kein Generalverdacht“. Unterstützt wird die Veranstaltungsreihe von der Rosa Luxemburg Stiftung.

Fragen zur Veranstaltungsreihe richten Sie bitte per Mail an info(at)grundrechtekomitee.de

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