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#AlleFürsKlima - Globaler Klimastreik am 20. September

Für diesen Freitag, den 20. September 2019, ruft die Schüler*innenbewegung Fridays for Future zum globalen Klimastreik auf - für die Einhaltung des Pariser Klimaabkommens und gegen die anhaltende Klimazerstörung. Unter dem Motto #AlleFürsKlima wenden sie sich explizit an alle Generationen: an Kolleg*innen und Arbeitgeber*innen, an Eltern und Nachbar*innen, an Kolleg*innen und Angestellte, an Lehrer*innen und Wissenschaftler*innen, Sportler*innen und Arbeitssuchende, Kreative und Auszubildende, eben an alle. Wie viele weitere kleine und große Betriebe und Institutionen, werden auch wir uns am Klimastreik beteiligen. Ein schnelles, konsequentes und umfassendes Handeln und Umsteuern sind notwendig, um die jetzt schon weltweit spürbaren Folgen von Klimawandel und Artensterben abzufedern und abzubremsen.

Der knappe Artikel 20a des Grundgesetzes beschreibt sehr klar: „Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung.“ Diese Verantwortung für die künftigen Generationen klagen die Schüler*innen von Fridays For Future nun weltweit ein – denn sie wissen genau, dass sie im Laufe ihres eigenen Lebens von Jahr zu Jahr deutlicher mit den Folgen des Klimawandels konfrontiert sein werden.

Wenn wir über Europa hinausblicken, ist es die Gegenwart, die für viele Menschen heute schon durch den Klimawandel geprägt ist:

Seien es unmittelbar von Extremwetterereignissen Betroffene, wie diejenigen, die Anfang dieses Monats durch Hurricane „Dorian“ auf den Bahamas starken Überschwemmungen ausgesetzt waren; seien es Kleinbäuer*innen, die durch veränderte klimatische Bedingungen, die Nahrungsmittelversorgung mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen nicht mehr sicherstellen können; oder seien es diejenigen, die durch den ungestillten Ressourcenhunger der westlichen Welt für Sojaplantagen im Amazonasgebiet oder für Steinkohleabbau in Kolumbien aus ihren Wohnorten vertrieben werden: sie alle klagen keine weniger schlimme Zukunft, sondern eine (über-)lebenswerte Gegenwart ein.

Wir treten für die Verwirklichung von Grund- und Menschenrechten aller ein. Also streiken wir am Freitag auch für all jene weltweit, denen diese durch fortschreitende Ressourcenausbeutung und Klimawandel in immer weitere Ferne rücken. Wir laden Euch und Sie herzlich ein, es uns gleich zu tun.

Manchmal ist es notwendig, gemeinsam alles ruhen zu lassen, um etwas zu bewegen.