Gesundheitssystem/Bioethik
Thesen zur Informationstechnologie im Gesundheitswesen
Wolfgang Linder nahm am Freitag, 28. Oktober 2011, für das Komitee für Grundrechte und Demokratie an dem Fachgespräch "Der virtuelle Patient - Nutzen und Risiken der Informationstechnologie im Gesundheitswesen", veranstaltet von der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, teil.
Hierfür verfasste er ein Thesenpapier:
Keine zentrale Speicherung von Gesundheitsdaten!
Aus dem Infobrief 5/2011:
Die Krankenkassen fordern nun die Fotos an, und uns erreichen viele Nachfragen von Versicherten. Für uns gilt noch immer: Die elektronische Gesundheitskarte (eGK) gefährdet unsere informationelle Selbstbestimmung. Aus Protest gegen sie sollten keine Fotos zur Verfügung gestellt werden. Gerne geben wir Informationen weiter und beraten.
Bei einem Fachgespräch der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen zum Thema „Grenzen und Risiken der Informationstechnologie im Gesundheitswesen“ hat Wolfgang Linder aus der AG Gesundheit des Grundrechtekomitees unsere Kritik vertreten.
Kein Datenschutz in Angelegenheiten der elektronischen Gesundheitskarte?
Die Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder nehmen ihre Aufgabe des Schutzes der Interessen von Patienten und Patientinnen in der Entwicklung der elektronischen Gesundheitskarte nicht angemessen wahr.
In einem Schreiben an die Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder vom 11. Juli 2011 hatte die Arbeitsgruppe Gesundheit des Komitee für Grundrechte und Demokratie um eine Stellungnahme zu den aktuellen Entwicklungen gebeten.
Wir veröffentlichen hier:
- unseren Brief
- die Antwort des Bundesdatenschutzbeauftragten
- unsere Antwort darauf
- die Antwort vom Bundesdatenschutzbeauftragten
- unsere Erwiederung
Digitalisiert und verkauft
Schädliche Nebenwirkungen ohne Ende: Elektronische Gesundheitskarte
"Mit den Möglichkeiten und Gefahren der elektronischen Gesundheitskarte beschäftigt sich ein Buch der Arbeitsgruppe »Gesundheit« des Komitees für Grundrechte und Demokratie. ..."
Besprechung des Buches "Digitalisierte Patienten - verkaufte Krankheiten" in "Neues Deutschland" vom 19.7.2011
http://www.neues-deutschland.de/artikel/202390.digitalisiert-und-verkauf...
Gläserne Patienten
Aus dem Buch "Digitalisierte Patienten - verkaufte Krankheiten" hat die "junge welt" - http://www.jungewelt.de/2011/05-13/021.php - den Artikel "Zur Umgestaltung des Gesundheitssystems mit Hilfe der elektronischen Gesundheitskarte" von Elke Steven gekürzt abgedruckt.
Den vollständigen Text aus dem Buch veröffentlichen wir im Anhang.
Qualitativer Umbruch im Gesundheitswesen – und kein Protest?
Buchveröffentlichung: Digitalisierte Patienten – verkaufte Krankheiten
Elektronische Gesundheitskarte und die Kommerzialisierung des Gesundheitswesens
Über die Krankenversicherungsbeiträge, über Kopfpauschalen und den Anstieg der Kosten für Arzneimittel wird zu recht öffentlich gestritten. Aber zugleich wird das deutsche Gesundheitswesen digitalisiert und ökonomisiert – weitgehend ohne öffentliche Debatte. Ein wichtiges Instrument in diesem schleichenden Prozess ist die elektronische Gesundheitskarte.
Digitalisierte Patienten - verkaufte Krankheiten
Elektronische Gesundheitskarte und die Kommerzialisierung des Gesundheitswesens
Die elektronische Gesundheitskarte soll mit großem Aufwand und unter Zwang noch in 2011 durchgesetzt werden. Dieses Buch bietet eine Fülle von Hintergrundinformationen zur ärztlichen Praxis, zu Entwicklungslinien im Gesundheitssystem, zum Schutz und zur Gefährdung von Patientendaten und zur bürokratischen Konzeption der eGK und begründet damit Protest und Widerstand.
ISBN 978-3-88906-136-2; 192 Seiten, Köln 2011
Keine heimliche Änderung der gesetzlichen Regelungen zur elektronischen Gesundheitskarte!
Am Freitag, 18. Juni 2010, soll der Bundestag über ein "Gesetz zur Änderung krankenversicherungsrechtlicher und anderer Vorschriften" abstimmen. Klammheimlich soll über einen Änderungsantrag, über den der "Ausschuss für Gesundheit" beim Deutschen Bundestag erst am Mittwoch, 16. Juni 2010, beraten hat, eine neue Regelung zur Einführung der elektronischen Gesundheitskarte beschlossen werden.
Stellungnahme zur elektronischen Gesundheitskarte
anlässlich der Anhörung des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestages
Vorbemerkung
Das Komitee für Grundrechte und Demokratie e.V. beschäftigt sich seit Herbst 2005 mit den Implikationen der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte. Orientierung geben uns in dieser Auseinandersetzung die Maßstäbe von Grund- und Menschenrechten. Neben Fragen des „Datenschutzes“, des Schutzes und der Gewährleistung der Persönlichkeitsrechte hat uns zunehmend die Art und Weise beschäftigt, in der das Gesundheitssystem zu einem Kontrollsystem umgebaut werden soll.
Ministerielles Diskussionsverbot zu Risiken und Nebenwirkungen?
AOK fordert ministerilles Eingreifen zur Sicherung des "Basis-Rollout" der elektronischen Gesundheitskarte; Kritik lässt sich aber nicht verbieten.














