Gesundheitssystem/Bioethik


Information für die Versicherten in den gesetzlichen Krankenkassen

Der Spitzenverband der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen forderte den Gesetzgeber Ende März auf, Druck auf die Kritiker_innen der eGK auszuüben. Der ehemalige Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar, erkennt „selbstkritisch“, dass der Datenschutz möglicherweise die Einführung der eGK behindert hat.
 
Wir Kritiker_innen der eGK freuen uns über die Verunsicherungen, die auch wir bewirkt haben, und sagen „jetzt erst recht“.

Schluss mit der Geldverschwendung!

Statt der elektronischen Gesundheitskarte transparente und nutzbringende Kommunikationsstrukturen im Gesundheitsbereich entwickeln!
Zu recht stellt der Spitzenverband der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen fest, dass für die erfolglose Einführung der elektronischen Gesundheitskarte bisher schon rund 800 Millionen Euro in den Sand gesetzt wurden. Das Gebot der Wirtschaftlichkeit ist längst verletzt. (vgl.: http://www.gkv-spitzenverband.de/presse/pressemitteilungen_und_
statements/pressemitteilung_124600.jsp
)

Schluss mit den Fehlinformationen: die alte Krankenversichertenkarte bleibt gültig – der Nachweis der Versicherung muss nicht mit der elektronischen Gesundheitskarte erfolgen

Die Krankenkassen verstärken seit einigen Wochen den Druck auf die Versicherten, fordern sie auf, Fotos für die neue elektronische Gesundheitskarte einzuschicken und behaupten, ab dem 1.1.2014 würden die alten Versicherungskarten ihre Gültigkeit verlieren. Selbst dann, wenn eine längere Gültigkeitsdauer auf den Karten aufgedruckt ist, würden diese ungültig. Leider übernehmen viele Zeitungen die Desinformationskampagne der Krankenkassen ungeprüft.
siehe auch: Kassenärztliche Vereinigung Bremen: http://www.kvhb.de/alte-versichertenkarte-auch-2014-noch-g%C3%BCltig

Patientendaten auf dem Präsentierteller

Wolfgang Linder, Mitglied in der Arbeitsgruppe Gesundheit des Grundrechtekomitees, hat für den Gen-ethischen Informationsdienst (GID, Nr. 220, Oktober 2013) noch einmal die Kritik an der elektronischen Gesundheitskarte zusammenfassend dargestellt.

Siehe Anhang!

Sand im Getriebe ...

im Blog „in Bewegung“ der Zeitung Neues Deutschland hat Elke Steven in einem kurzen Kommentar zum aktuellen Druck auf die Versicherten berichtet, das Foto abzugeben und eine elektronische Gesundheitskarte anzunehmen.
http://www.neues-deutschland.de/artikel/836289.sand-im-getriebe.html 

eGK: Einfallstor für Ausspähung und vielfältige Nutzung von Patientendaten?

Derzeit sind die gesetzlichen Krankenkassen bemüht, möglichst viele ihrer Versicherten zu veranlassen, ihre Fotos einzusenden, um diese auf den neuen eGK`s aufzubringen. Statt - wozu sie durch § 291a Abs.2 Satz 3 SGB V verpflichtet wären – ihre Versicherten umfassend über die Funktionen der eGK und die mit ihrer Hilfe beabsichtigte Datenverarbeitung aufzuklären, wird diesen vorgespiegelt, Fotos und neue Karte sollten vorrangig den Missbrauch der bisherigen Krankenversichertenkarten durch Unbefugte verhindern und die Sicherheit der gespeicherten Daten erhöhen.

Im Anhang ein Artikel von Wolfgang Linder.

Kein Ende im Streit um die elektronische Gesundheitskarte

Für links-netz hat Elke Steven einen Artikel zum Stand im Streit um die elektronische Gesundheitskarte geschrieben.

"Bereits zum 1. Januar 2006 hatte die elektronische Gesundheitskarte (eGK) eingeführt werden sollen. Die rechtlichen Voraussetzungen zu ihrer Einführung wurden bereits 2004 mit dem »Gesundheitsmodernisierungsgesetz« in den §§ 291 und 291a SGB V geschaffen. Die Meldungen über den aktuellen Stand Mitte 2013 variieren von „Kein Fortschritt: Die elektronische Gesundheitskarte kommt nicht voran“ (Die Welt, 15.07.13; www.welt.de) über „Zoff um die Online-Version der eGK“ (Haufe Online Redaktion, 10.07.2013; www.haufe.de) bis hin zu „Teuer, aber nutzlos?“ (Bayerisches Fernsehen, 08.07.2013; www.br.de). ..."

Weiterlesen: http://www.links-netz.de/K_texte/K_steven_gesundheitskarte.html

Die elektronische Gesundheitskarte (eGK) – ein Feigenblatt vor der serverbasierten Infrastruktur der Gesundheitstelematik (GT)

Schon lange argumentieren wir gegen die elektronische Gesundheitskarte und beobachten den schlingernden Prozess ihrer Entwicklung und ihres roll-outs.
Wolfgang Linder argumentiert in seinem aktuellen Artikel entlang von drei Thesen, in denen er sich mit der serverbasierten Infrastruktur, dh. der Speicherung von Gesundheitsdaten auf zentralen Servern, auseinandersetzt.
 
 

Die meisten haben sie

Elke Steven schreibt alle vier Wochen für die Zeitung "Neues Deutschland" im Blog "In Bewegung".
Am 03.04.2013 erschien der Kommentar zur elektronischen Gesundheitskarte.
http://www.neues-deutschland.de/artikel/817461.die-meisten-haben-sie.html
Was haben sieben Jahre Protest gegen die elektronische Gesundheitskarte gebracht?
 
Eine Zwischenbilanz
... weiterlesen

Nur ein Foto? – oder doch mehr?

Wolfgang Linder informierte in einem Vortrag über die elektronische Gesundheitskarte, gehalten im Rahmen einer Veranstaltung des Seminars für angewandte Unsicherheit (SaU) in Berlin-Neukölln am 17.09.2012, über den gegenwärtigen Stand der Entwicklung und Diskussion zur eGK.

Siehe Anhang

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