Europa schützt die Grenzen, nicht die Flüchtlinge

Elf Organisationen starten Appell für neue Flüchtlingspolitik

das Flüchtlingsdrama an Europas Außengrenzen verschärft sich. Das Mittelmeer wird zum Massengrab der namenlosen Flüchtlinge, die Zahl der Ertrunkenen steigt. Allein in den ersten sieben Monaten dieses Jahres sind 1674 Flüchtlinge im Kanal von Sizilien ertrunken. Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht, doch Europa trägt nur eine sehr kleine Last. Die EU verschließt den Schutzsuchenden aus Nordafrika den Zugang.

Elf Organisationen und Initiativen haben sich nun zusammengeschlossen und einen Appel verfasst: Das "Manifest für ein Europa der Humanität -- Sechs Einsprüche gegen das Grenzregime". Darin fordern

PRO ASYL

medico international

Brot für die Welt

amnesty international

Borderline Europe -- Menschenrechte ohne Grenzen

Komitee für Grundrechte und Demokratie

Bundeskoordination Internationalismus

Karawane für die Rechte der Flüchtlinge

Afrique-Europe-Interact

MIGREUROP

Netzwerk MiRA - Migration Research and Action

das Ende der tödlichen europäischen Abschottungspolitik. Im Anhang finden Sie das Manifest in voller Länge sowie Informationen zu den Unterzeichnern.

Das Manifest ist Teil des am Freitag erscheinenden Buches "Europa macht dicht", das der Frankfurter Westend-Verlag mit der Berliner "tageszeitung" herausgibt.

http://westendverlag.de/westend/buch.php?p=62&n=leseprobe

Am Freitag startet eine Unterschriftenaktion. Bis zur Herbstkonferenz der Innenminister im Dezember im Frankfurt am Main kann das Manifest unterzeichnet werden. Die gesammelten Unterschriften werden an die Innenminister übergeben

http://bewegung.taz.de/manifest

 

 

 

 

Autor: Elke Steven

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