Gedenktag an die Toten in Haft - Berlin und Köln
Seit nunmehr neun Jahren wird am 18. Oktober ein Gedenken an die Toten in Haft abgehalten und bsiher vorrangig in Berlin vom Knastschadenkollektiv organisiert. In diesem Jahr wollen wir auch in Köln der Toten in Haft gedenken. Wir laden euch zu beiden Veranstaltungen ein:
- ab 13:00 in Berlin, an der Gedenkstätte von Burak Bektaş: Rudower Straße Ecke Möwenweg (Knastschadenkollektiv)
- ab 17:30 Uhr in Köln, Kalk-Post (Grundrechtekomitee und Solidarity1803)
Haft umfasst dabei alle Formen des Wegsperrens und Freiheitsentzugs - im Gefängnis, in Untersuchungshaft, in Abschiebehaft, im sogenannten „Maßregelvollzug“, der Sicherheitsverwahrung sowie in Polizeigewahrsam.
Zwischen 1998 und 2017 starben mehr als 3.000 Menschen in deutschen Knästen. Zwischen 1993 bis 2022 töteten sich 443 Geflüchtete angesichts ihrer drohenden Abschiebung oder starben bei dem Versuch, vor der Abschiebung zu fliehen, davon 88 Menschen in Abschiebehaft. 5.520 Geflüchtete verletzten sich aus Angst vor der Abschiebung oder aus Protest gegen die drohende Abschiebung (Hunger- und Durststreiks) oder versuchten, sich umzubringen, davon befanden sich 992 Menschen in Abschiebehaft.
Wir wollen uns am 18. Oktober Zeit nehmen, um über die Situation für Menschen in Haft zu erfahren, über staatliche Disziplinierung und Kontrolle, über systematische Rechtlosigkeit, wie dem Vorenthalten angemessener Gesundheitsversorgung in Haft - und über Tod.
Im Vorfeld des Gedenktages hatten wir ein Interview mit Andrè geführt, das ihr hier nachlesen könnt: Gedenktag für die Toten in Haft. Interview mit Andrè Moussa vom Knastschaden-Kollektiv.
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